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Holunder, Elderflower, Elderberry

Chinolingelb – E104

Zutat Chinolingelb
Zutat Chinolingelb

Chinolingelb ist ein synthetischer, wasserlöslicher Farbstoff, der für eine gelbe Färbung sorgt. Bei Zugabe blauer Farbstoffe kann mit Chinolingelb auch eine entsprechende Grünfärbung erzielt werden. Erstmals synthetisiert und schließlich patentiert wurde der gelbe Farbstoff vom Danziger Chemiker Emil Jacobsen.

Verwendung von Chinolingelb

Verwendet wird Chinolingelb als farbgebender Zusatzstoff bei der Herstellung von Süßgetränken und Brausepulver, Speiseeis, Gebäck, Süßigkeiten, Spirituosen, Senf und Nahrungsergänzungsmitteln. Besonders in zahlreichen Energy-Drinks kommt der gelbe Farbstoff in hoher Konzentration vor und ist dort nicht nur für allergiegefährdete Personen bedenklich.

Auswirkungen des gelben Farbstoffes

Besonders bei Asthmatikern und Allergikern kann Chinolingelb unter Umständen sogenannte pseudoallergische Reaktionen hervorrufen. Auch Menschen, die allgemein empfindlich auf Lebensmittelzusatzstoffe reagieren, beispielsweise Neurodermitis-Patienten, sollten den künstlichen Farbstoff meiden. Chinolingelb steht ferner im Verdacht, hyperaktives Verhalten auszulösen – ein Symptombild, das in seiner Ausprägung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ähnelt.

Chinolingelb und seine Einstufung

Allgemein gilt der Stoff als gesundheitlich riskant und als „nicht abschließend untersucht“. Nach EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist Chinolingelb gar als gesundheitsschädlich eingestuft, und nur für spezielle Produkte zugelassen. Neben seiner Verwendung in Lebensmitteln und Getränken darf Chinolingelb auch für Kosmetika und Arzneimittel verwendet werden. Auf Verpackungen wird es häufig unter seiner E-Nummer – E 104 – angegeben.

Seit dem Jahre 2010 müssen Produkte, die den gelben Farbstoff enthalten, entsprechend einer EU-Verordnung mit dem Hinweis „Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen!“ gekennzeichnet sein. Die Europäische Lebensmittelaufsicht EFSA hat die zulässige Tagesdosis an Chinolingelb auf 0,5 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht festgesetzt.

Hergestellt wird Chinolingelb durch die chemische Kondensation der beiden Grundstoffe Chinolin und Phtalsäureanhydrid. Zumindest der Ausgangsstoff Chinolin zeigte in Tierversuchen eine krebsfördernde und tumorbegünstigende Wirkung. Für den daraus resultierenden Farbstoff Chinolingelb konnte eine derartige Wirkung zwar noch nicht nachgewiesen werden, in den USA ist der gelbe Zusatzstoff seither jedoch gänzlich verboten.

Als gesundheitlich unbedenkliche Alternative zum schädlichen Farbstoff Chinolingelb gilt beispielsweise gelbes Riboflavin, auch bekannt unter der E-Nummer E 101.

 

E-Nummer: E104

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