Home » Zutaten » Zuckerkulör – E150 (b,c,d)
Schwarz-braune Färbung durch Zuckerkulör in einer Cola
Koffein in Cola - Eine der meist konsumierten Formen des Koffeins

Zuckerkulör – E150 (b,c,d)

Schwarz-braune Färbung durch Zuckerkulör in einer Cola
Schwarz-braune Färbung durch Zuckerkulör in einer Cola

Zuckerkulöre sind Farbstoffe, die aus dem starken Erhitzen von Rüben, Trauben oder Invertzucker entstehen. Bei einer Hitze zwischen 120° und 150° Celsius entstehen dabei braun bis schwarz färbende Lebensmittelfarbstoffe. Die leicht bitteren und süßlich schmeckenden Zuckerkulöre, riechen nach verbranntem Zucker und sind wasser- und alkohollöslich, sowie hitze und lichtbeständig. Dabei ist Karamell nur eine Teilmenge im Zuckerkulör. Zuweilen werden bei der Herstellung Reaktionsbeschleuniger eingesetzt, nach denen die verschiedenen Zuckerkulöre klassifiziert werden. Diese Klassifizierungen wären:

  • Zuckerkulör E150/E150a
  • Sulfitlaugen-Zuckerkulör E150b
  • Ammoniak-Zuckerkulör E150c
  • Ammoniumsulfit-Zuckerkulör E150d

Zuckerkulöre werden in vielen Lebensmitteln verwendet. In Energy-Drinks sorgen sie in Verbindung mit weiteren Farbstoffen für die güldene Farbe, sowie in Cola und Energy-Cola-Mixgetränken, für die dunkelbraune bis schwarze Färbung.

Reiner Zuckerkulör ohne Reaktionsbeschleuniger gilt gemeinhin als unbedenklich und darf ohne Mengenbeschränkungen in Lebensmitteln eingesetzt werden.

Ammoniak-Zuckerkulör hat in Tierversuchen krämpfe ausgelöst was auf die toxisch wirkende Komponente 4-Methylimidazol zurück zu führen ist. Für 4-Methylimidazol sowie 2-Acetyl-4 (5)-tetrahydroxibutylimidazol, welches als weitere Komponente im Verdacht steht bei Ratten ein Absinken der Lymphozytenanzahl zu verursachen, gilt eine Mengenbeschränkung im Ammoniak-Zuckerkulör.

Auch Ammoniumsulfit-Zuckerkulör, welches vorallem in Cola verwendet wird, hat in Tierversuchen zu leichten Krämpfen geführt, es wurden bisher aber keine Mengenbeschränkungen festgelegt.

Sulfitlaugen-Zuckerkulör gilt dagegen als vollkommen unbedenklich, und es wurden in Experimenten bisher auch keine Nebenwirkungen festgestellt.

E-Nummer: E150, E150b, E150c, E150d

 

Auch spannend!

Färberdistel-Extrakt

Kaliumchlorid – E508

Bei Kaliumchlorid handelt es sich um in ein der Lebensmitteltechnik eingesetzten Säureregulator und Säuerungsmittel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.