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Chinin

Chinin
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Wie und wo wird Chinin gewonnen?

Chinin befindet sich in der Rinde der Chinarindenbäume, welche wiederum zur Gattung der Rötegewächse gehören. Diese circa 23 verschiedenen Arten wachsen hauptsächlich in Zentralamerika. Gewonnen wird es durch Extraktion aus der Rinde der Chinarindenbäume, die bis zu 15 % Chinin enthalten können. Jährlich werden zwischen 400 bis 500 Tonnen des weißen kristallinen Pulvers produziert. Die Haupterzeugerländer des bitteren Pulvers sind Indonesien und Malaysia.

Was ist Chinin?

Bei Chinin handelt es sich um ein weißes kristallines Pulver, dass einen stark bitteren Geschmack hat. Es wird nicht nur in Lebensmitteln verwendet, sondern kommt auch in der Medizin zum Einsatz, da es eine fiebersenkende Wirkung hat und auch bei Grippalen Infekten oder Malaria bereits erfolgreich eingesetzt werden konnte. In Lebensmitteln, speziell Energy-Drinks, sorgt es für einen bitteren Geschmack und bringt die Getränke unter UV-Licht sogar zu fluoreszieren. In größeren Mengen kann Chinin jedoch auch negative Auswirkungen auf den Körper haben, wie zum Beispiel: Unwohlsein, Kopfschmerzen, Atemlähmung oder allergische Reaktionen. Die tödliche Dosis Chinin liegt für einen erwachsenen Menschen bei circa 5-10 g.

In manchen Energy-Drinks wird es dafür verwendet, um diesen einen bitteren Geschmack zu geben. Es kommt jedoch nur in sehr wenigen Drinks vor, da die Zugabe einen eher untypischen Energy-Drink Geschmack zur Folge hat.

Ist Chinin in Deutschland verboten?

Da es sich um eine „pharmakologisch wirksame Substanz“ handelt, müssen Lebensmittel, die Chinin enthalten, entsprechend mit einem Hinweis gekennzeichnet werden. In Deutschland sind in alkoholfreien Getränken maximal 85 mg/kg erlaubt und in alkoholhaltigen Getränken maximal 300 mg/kg. In Deutschland ist die Verwendung in Getränken also durchaus erlaubt. Auf Grund der Nebenwirkungen bei einer zu hohen Dosis empfiehlt es sich jedoch, nicht zu viel Chinin in kurzer Zeit aufzunehmen.

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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