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Xylitol Strukturformel
Xylitol Strukturformel

Xylit – E967

Xylitol Strukturformel
Xylitol Strukturformel

Xylitol oder auch Xylit ist ein Zuckeralkohol, der in vielen Obst und Gemüsesorten vorkommt. Industriell wird er als Zuckerersatzstoff eingesetzt.

Der Stoff wurde erstmals 1980 von Emil Fischer und Rudolf Stahel aus Buchenspänen extrahiert. Die beiden Chemiker gaben dem Stoff, der nach den Regeln der Nomenklatur eigentlich Pentanpentol heißen müsste, den Namen Xylit. In der Natur hat man Xylit in einigen Gemüsesorten sowie Obst nachgewiesen. Da auch Baumrinden einiger Baumsorten Xylit enthalten, trägt der Stoff auch den Beinamen Holzzucker oder Birkenzucker. Xylit erreicht nicht ganz die Süßkraft normalen Haushaltszuckers, hat ihm gegenüber dennoch einige Vorteile. So ist Xylit anti-kariogen, was bedeutet, dass Xylit  kariesreduzierend wirkt. Zudem Hat Xylit mit 2,4 kcal/g nur 60% des Nährwertes normalen Haushaltszuckers. Die Herstellung ist allerdings aufwendig und somit ist Xylit ein vergleichsweise teurer Zuckerersatzstoff. Gewonnen wird er beispielsweise aus Resten von Maiskolben, nach der Entfernung der Maiskörner.

Xylit hat einen ähnlichen Geschmack wie Zucker, weist aber einen interessanten Effekt auf. Verbindet sich dieser Stoff mit dem Speichel im Mund, so entzieht es der Umgebung Wärme, was einen kühlenden Effekt zur Folge hat, der mit dem von Menthol vergleichbar ist. Der Holzzucker ist nur gering Insulinspiegel beeinflussend und somit gut für Diabetiker geeignet. Im Kontext von koffeinhaltigen Produkten haben wir Xylit in den Effect Sticks gefunden. In flüssigen Energie-Getränken ist uns Xylit noch nicht begegnet. Zwar ist der Süßstoff leicht wasserlöslich, aber zur Herstellung von Getränken eignen sich weitaus süßere Süßstoffe, vor Allem wegen der weniger zu verwendenden Menge im Hinblick auf die Kosten.

Gesundheitlich gibt es bei Xylit keine bedenken. In höheren Dosen kann der Stoff abführend wirken. Andere oder schlimmere gesundheitliche Auswirkungen sind nicht zu erwarten. Es gab Studien, in denen Probanden 200g Xylit täglich zu sich nahmen und dies problemlos vertrugen. Xylit ist ebenfalls für Arzneimittel zugelassen. Auf Tiere, vor Allem auf Hunde kann Xylitol stark toxisch wirken. Bereits geringe Mengen können den Blutzuckerspiegel eines Hundes so stark senken das es tödliche Folgen haben kann.

E-Nummer: E967

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