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Holunder, Elderflower, Elderberry

Citronensäure – E330

Bei Citronensäure handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Konservierungs- und Säurungsmittel.

Citronensäure ist, wie der Name vermuten lässt, ein natürlicher Bestandteil der Zitrone. Neben den klassischen Zitrusfrüchten enthalten auch andere Früchte wie Äpfel, Birnen, Sauerkirschen, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren diesen Stoff. Wie es in der Natur häufig der Fall ist, sind die Konzentrationen der Stoffe gering. Zitronensaft hat lediglich einen fünf bis sieben prozentigen Anteil.

Dem deutsch-schwedischem Apotheker und Chemiker Carl Wilhelm Scheele gelang es 1784 erstmals chemisch reine Citronensäure herzustellen. Bei dieser ersten dokumentierten Gewinnung handelte es sich um die Isolation aus Zitronensaft.

Heute wird dieser Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie gerne dort eingesetzt, wo der Geschmack von Zitrone nicht gewünscht ist, aber ein gewisser geschmacksneutraler Säuregrad benötigt wird. Auch zur technischen Vereinfachung der Produktion wird das gut dosierbare, farblose, kristalline Pulver eingesetzt. Neben Wasser ist auch eine Löslichkeit in Alkohol gegeben.

Bei der Herstellung haben sich zwei Verfahren durchgesetzt.

Das eine Verfahren arbeitet, wie auch schon 1784, direkt mit dem Saft aus Zitrusfrüchten. Dazu laufen diverse chemische Reaktionen mit Stoffen wie Ammoniak, Calciumchlorid und Schwefelsäure ab.

Das andere Verfahren verläuft weniger chemisch, also biotechnisch. Dabei werden durch Fermentation mit Schwarzschimmel-Stämmen (Aspergillus niger) zuckerhaltige Rohstoffe wie Melasse und Mais in Citronensäure umgewandelt. Dieses Verfahren ist in der EU und in Deutschland weniger häufig anzutreffen. Die USA und China nutzen es dagegen sehr intensiv mit transgenen (gentechnisch veränderten) Pilzstämmen. Dabei können bei der Produktion Pilzgifte (Mykotoxine) in das Produkt (2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure) gelangen.

In Deutschland wird nur aufgereinigte Citronensäure im Lebensmittelbereich als Antioxidationsmittel, Komplexbildner, Säuerungsmittel, Säureregulator und Schmelzsalz verwendet. Ungereinigte findet sich in Entkalkungsmitteln wieder. Ein gutes Beispiel für die Nutzung in kristalliner Form ist Brausepulver. In gelöster Form wird es in allen Varianten von Erfrischungsgetränken und Energy Drinks verwendet. Als Lebensmittelzusatzstoff E330 ist es in Deutschland in unbegrenzten Mengen zugelassen. Bestimmte Salze der Citronensäure (Citrate) werden in der Medizin als Gerinnungshemmer eingesetzt.

Zugelassen ist E330 auch bei Kosmetika, BIO-Produkten, Arzneimittel und Säuglingsnahrung.

E-Nummer: E330

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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