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Strukturformel von Kaliumcarbonat (Foto: Jürgen Martens - Wikipedia.org)
Strukturformel von Kaliumcarbonat (Foto: Jürgen Martens - Wikipedia.org)

Kaliumcarbonat – E501

Strukturformel von Kaliumcarbonat (Foto: Jürgen Martens - Wikipedia.org)
Strukturformel von Kaliumcarbonat (Foto: Jürgen Martens – Wikipedia.org)

Bei Kaliumcarbonat handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Backtriebmittel, Säureregulator und Trennmittel.

Kaliumcarbonat ist ein Hauptbestandteil der Pottasche. In Reinform ist es ein weißer Feststoff, meist als Pulver oder in kristalliner Form. Es ist sehr gut in Wasser löslich und muss trocken aufbewahrt werden, da es hygroskopisch (Wasser anziehend) ist. Grob gesagt ist Kaliumcarbonat ein Salz der Kohlensäure und entsteht aus der Reaktion von Kalilauge und Kohlendioxid.

Historisch betrachtet ist uns Menschen dieser Stoff bereits lange bekannt. Pottasche wurde zusammen mit Wasser genutzt um Kleidung zu reinigen. Die Quelle dieses Wissens stammt wahrscheinlich aus Indien. Nach dem Tod eines Menschen und der Verbrennung seines Leichnam wurde die Asche in einen heiligen Fluss (u.a. dem Ganges) gegeben. Schnell stellten die Frauen, die Kleidung in ihm wuschen, die reinigende Wirkung fest. Grund für die renigende Wirkung ist die Verseifung der Fette mit enstandener Kalilauge. Das Auslaugen der Asche und anschließende Eindampfen in Töpfen (Pötten) gab dem Stoff seinen Namen.

Nicht nur das Auslaugen von Asche, sondern auch natürliche Vorkommen in Kanada, Russland und Deutschland sind uns als Rohstoffquellen bekannt. In Lebensmitteln wird es als Triebmittel für Flachgebäck (Plätzchen und Lebkuchen) und Teige mit hohem Zuckergehalt verwendet. Neben dem Einsatz in Lebensmitteln wird es bei der Herstellung von Glas, Schmierseifen, Kaligläsern, Farben, fotografischen Entwicklern und Düngemitteln (Kalium liefernde Komponente) benötigt.

Als Lebensmittelzusatzstoff sind die beiden Formen Kaliumkarbonat (E501i), Kaliumhydrogenkarbonat (E501ii) bekannt. Generell gelten Kalimcarbonate als unbedenklich und haben keine Höchstmengenbeschränkung (ADI). Allergische Reaktionen sind ebenfalls nicht bekannt.

E-Nummer: E501

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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