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Foto: NEUROtiker - Wikipedia.de

Sucralose – E955

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Bei Sucralose handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Süßungsmittel.

Wie bei so vielen Zusätzen ist das äußere Erscheinungsbild ein weißer kristalliner Feststoff. Er hat eine sehr gute Löslichkeit in Wasser und anderen Lebensmitteln und ist zudem sehr hitzebeständig. Zur Herstellung wird Zucker mit Chlor unter bestimmten Verhältnissen zur Reaktion gebracht. Bei dieser werden bestimmte Molekülgruppen verändert und ersetzt.

1976 erblickte E955 in Großbritannien das Licht der Welt. Das Unternehmen Tate & Lyle, das Queen Elizabeth College und die University of London forschten zu dieser Zeit nach einem kalorienfreien Süßstoff, der aus Zucker gewonnen werden kann. Das Ergebnis ist ein Stoff, der circa 600 mal süßer als Zucker ist. Durch die Tatsache das der Zucker lediglich verändert wird bewirkt eine geschmackliche Ähnlichkeit. So hat Sucralose keinen bitteren Nachgeschmack, die Süße setzt später ein und hält lange an. Vertrieben wird er auch unter den Handelsnamen Splenda, McNeil Nutritionals und Candys. Am 26. Januar 2005 wurde E955 in der Zusatzstoffzulassungsverordnung in Deutschland zugelassen.

Verwendung findet der Süßstoff in energiereduzierten, zuckerfreien Getränken, Desserts, Brotaufstrichen, Konfitüren, Marmeladen, Gelees, Süßwaren, Obst-, Gemüse-, Fisch-, Meeres- und Weichtierkonserven, Soßen, Senf, alkoholischen Getränken und Backwaren aus Getreide oder Nüssen. Bei energiereduzierten, zuckerfreien Getränken gilt eine maximale Beimischungsmenge von 300 mg pro Liter. Die erlaubte Tagesdosis liegt bei 15mg pro kg Körpergewicht pro Tag (ADI-Wert).

Wie bereits angesprochen hat dieses Süßungsmittel keine energetische Relevanz, sodass er durch Enzyme nicht aufgespalten wird und einen Energiewert von 0 kJ aufweist. Über Urin verlässt Sucralose unseren Körper unverändert und gelangt ins Abwasser. In den letzten Jahrzehnten haben Messungen in Flüssen einen starken Anstieg dieser Substanz ergeben. Weder Kläranlagen noch die Umwelt selbst können dieses Stoff schnell genug abbauen. Trotz definierter Tagesdosis gibt es bisher keinen wissenschaftlicher Beweis von Nebenwirkungen beim Menschen. In Tierversuchen wurde bei übermäßigem Konsum eine Störung der Darmmikroflora festgestellt.

E-Nummer: E955

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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