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Strukturformel von Beta-Carotin (Foto: NEUROtiker - Wikipedia.org)

Carotine – E160

Strukturformel von Beta-Carotin (Foto: NEUROtiker - Wikipedia.org)
Strukturformel von Beta-Carotin (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Bei Carotinen handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte natürliche Farbstoffe.

Der Name Carotine wird im Plural verwendet, da es sich um eine Stoffgruppe, also eine ganze Reihe von Wirkstoffen, handelt. Das bekannteste Carotin ist das Beta-Carotin (β-Carotin). Als dunkelorange Kristalle erscheint Beta-Carotin als Reinstoff. Durch die lange Kohlenstoffkette mit neun Doppelbindungen sind diese unpolar, daher gut fettlöslich (lipophil). Sie reagieren allerdings empfindlich auf Licht.

Wie bereits angesprochen setzen sich die Carotinoide aus verschiedenen Stoffen zusammen. Die Bekanntesten sind Alpha-, Beta- und Gammacarotin. Es sind heute aber weit mehr als 600 verschiedene Formen bekannt. Der Name Carotin leitet sich von dem lateinischen Wort für Karotte (carota) ab. In der Natur sind sie als sekundäre Pflanzenstoffe in farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern wie Karotten, Süßkartoffeln, Kürbissen, Kakis, Aprikosen, Papayas, Mangos, Nektarinen, Pfirsiche, Birnen, Spinat, Broccoli, Endivien und Chicorée enthalten. Sie werden als Farbstoffe künstlich bei Lebensmitteln wie Butter, Margarine, Käse, Mayonnaise, Frühstücksgetreideflocken, Speiseeis und Desserts beigesetzt.

Gewonnen wird Beta-Carotin durch Extraktion aus Pflanzen oder die synthetische Herstellung. Bestimmte Mikroorganismen, wie Erwinia herbicola, Schimmelpilze oder Algen werden industriell genutzt, um den Reinstoff zu gewinnen. Die natürlichen Vorkommen in Pflanzen haben mehrere Funktionen: In den Blättern und Früchten dient es zum Schutz vor UV-Strahlung, in den Wurzeln den Schutz vor Infektionen.

Für den menschlichen Körper werden die Funktionen und Wirkungen mehr und mehr bekannt. Zur Erschließung von Vitamin A bieten Carotine die wichtige Vorstufe, das Provitamin A. Die Wirkungen der Carotine in unserem Metabolismus sind zum Teil stark umstritten. Eine zellschützende Wirkung als Antioxidantien stehen dabei außer Frage. Große Zweifel bestehen an der krebshemmenden Wirkung, da durch Studien eine krebserregende Wirkung bei Rauchern festgestellt werden konnte. Generell ist der Verzehr unproblematisch, es sollte die Höchstmengenbeschränkung (ADI) von 5mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag nicht überschritten werden. Bei übermäßigem Verzehr reichert sich der Stoff in Haut, Leber und Körperfett an. Eine gelb scheinende Haut kann die Folge sein.

Farbstoffname E-Nummer
Beta-Carotin E160a
Annatto (Norbixin) E160b
Capsanthin E160c
Lycopin E160d
8′-Apo-β-caroten-8′-al E160e
β-Apo-8′-Carotinsäureethylester E160f

 

E-Nummer: E160

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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