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Strukturformel von Glucuronolacton (Foto: FK1954 - Wikipedia.org)

Glucuronolacton

Strukturformel von Glucuronolacton (Foto: FK1954 - Wikipedia.org)
Strukturformel von Glucuronolacton (Foto: FK1954 – Wikipedia.org)

Bei Glucuronolacton handelt es sich um eine in der Lebensmitteltechnik eingesetzte, wirkungsverbessernde Zutat.

Als Reinstoff liegt Glucuronolacton asl farb- und geruchloser Feststoff vor. Dieser wird aus der Veresterung von D-Glucuronsäure (eine Zuckersäure) und Lacton gewonnen. Die gute Löslichkeit in Wasser lässt sich durch ihre Eigenschaft eine polare Substanz zu sein erklären. Es ist optisch aktiv, die meist verwendete Form ist das D-Glucurono-γ-lacton. Es muss in der Europäischen Union nicht als Lebensmittelzusatzstoff (E-Stoff) deklariert werden.

Glucuronolacton ist ein Kohlenhydrat, das Bestandteil des Bindegewebes vieler Tiere und pflanzlicher Fasern und Schleimstoffe ist. Im Gegensatz zu Vitamin B12, ist unser Körper in der Lage diesen Stoff selbstständig durch die Leber in ausreichender Menge zu synthetisieren. Im Körper agiert es um die körpereigenen Abfallprodukte umzuwandeln (Biotransformation). Als Zutat in Lebensmitteln wird es vollständig technisch synthetisiert.

Häufig findet sich Glucuronolacton in Kombination mit Coffein und Taurin, gerade bei Energy Drinks. Generell wird Glucuronolacton  gerne in der Kategorie des Brain Food zur Leistungssteigerung eingesetzt. Kognitive Funktionen werden verbessert (Wirkung gegen Müdigkeit), Entgiftung und Schutz vor Freien Radikalen (Wasserstoffperoxid, Hydroxylradikalen) als Antioxidans zeichnen die Leistungssteigerung aus. Ebenso regt es die diversen Leberfunktionen stark an. Die Aufnahme findet über den Magen-Darm-Trakt statt. Die strukturelle Beschaffenheit ermöglicht das Passieren der Blut-Hirn-Schranke.

Um das Jahr 2000 war Glucuronolacton in Lebensmitteln nur mit Genehmigung einzusetzen. Seit dem 11. Mai 2012 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine neue Regulierung für diesen Stoff in Energy Drinks eingeführt. Glucuronolacton darf demnach zu höchstens zu 2.400 mg pro Liter enthalten sein.

Im Gegensatz zu den Lebensmittelzusatzstoffen hat Glucuronolacton damit keinen ADI-Wert. Allerdings existiert der NOAEL-Grenzwert von 1000 mg pro Kilogramm Körpergewicht (Der ADI-Wert eines Stoffes wird auf 1 Prozent des NOAEL-Wertes festgesetzt). Neben den bereits oben genannten positiven Wirkungen können Überdosierungen schwere gesundheitliche Folgen haben. Man geht davon aus, dass der Einsatz von  Glucuronolacton  mit anderen Stoffen die Wirksamkeit und toxikologischen Effekte multiplizieren und somit verstärken kann.

Die größte natürliche Quelle für Glucuronolacton ist Wein.

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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