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Strukturformel von Trikalium-Phosphat (Foto: Edgar181s - Wikipedia.org)
Strukturformel von Trikalium-Phosphat (Foto: Edgar181 - Wikipedia.org)

Kaliumphosphat – E340

Strukturformel von Trikalium-Phosphat (Foto: Edgar181s - Wikipedia.org)
Strukturformel von Trikalium-Phosphat (Foto: Edgar181 – Wikipedia.org)

Bei Kaliumphosphat handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten Komplexbildner, Säureregulator und Schmelzsalz.

In der Lebensmitteltechnik spricht man generell von Kaliumphosphaten oder Phosphaten. Dabei handelt es sich meist um ein festes, weißes, körniges Pulver, das eine gute Löslichkeit in Wasser unter einer alkalischen Reaktion hat. Drei verschiedene Formen des Salzes haben in der Lebensmitteltechnik Anwendung gefunden:

E-Nummer Name
E340 (i) Monokalium-Dihydrogen-Phosphat
E340 (ii) Dikalium-Monohydrogen-Phosphat
E340 (iii) Trikalium-Phosphat

Diese drei verschiedenen Salze entstehen bei der Reaktion mithilfe von Natriumhydroxid aus Phosphorsäure. Wie bereits angesprochen findet es Anwendung als Komplexbildner (Chelatbildner), der mit mehrwertigen Metallionen (z.B. Mg2+) reagiert, um beispielsweise die Wasserhärte herabzusetzen. Die alkalische Reaktion beim Lösen in Wasser stabilisiert den Säureanteil. Gerade bei natriumarmen Lebensmitteln werden die Kaliumsalze vorwiegend verarbeitet. Auch Lebensmittel, die unter dem Einfluss von Sauerstoff ihre Eigenschaften verändern, nutzen diesen Lebensmittelzusatzstoff. Die Wirkung von natürlichen oder künstlichen Antioxidantien wird in Anwesenheit von Kaliumphosphat verbessert.

Bei Erfrischungsgetränken (auch Energy Drinks), Sahneerzeugnissen (Schlagsahne), Milchpulver, Kaffeeweißer und Milchgetränken findet man die häufigste Verwendung. Andere Anwendungsgebiete sind Kunstdünger oder der Zusatz in Waschmitteln.

Häufig werden die Phosphate als unbedenklich beschrieben. Diese Bewertung sollte kritisch hinterfragt werden, denn der Einsatz ist in einigen Ländern (unter anderem Schweiz) verboten. Zudem existieren Höchstmengenbeschränkungen zu den verschiedenen Darreichungsformen. Die erlaubte Menge kann sich stark unterscheiden, so sind 0,5 g bis zu 50 g pro Kilogramm zugelassen. Die Salze der Phosphorsäure (E338) haben die gleichen Zulassungsbedingungen wie die Säure. Demnach ist der tägliche ADI-Wert für alle aufgenommenen Phosphate (Salze und Säure) bei 70 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgesetzt. Der Bestandteil Phosphor steht im Verdacht Hyperaktivität, allergische Reaktionen und Osteoporose auszulösen. Vom Verzehr größerer Mengen wird abgeraten, da  ein Abfall des Calcium-, sowie ein Anstieg des Parathormonspiegels im Tierversuch beobachtet werden konnten.

E-Nummer: E 340

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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