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Holunder, Elderflower, Elderberry

Rhodiola rosea – Rosenwurz

Der Rosenwurz gehört der Gattung der Rhodiola an. Es handelt sich dabei um eine Pflanzenart der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Ein Kennzeichen dieser Gattung ist die Robustheit gegen äußere Einwirkungen. Flüssigkeit lagert die Pflanze sukkulent (in den Blättern, Wurzeln und anderen Pflanzenteilen) ein. Es sind derzeit schätzungsweise 50 Arten bekannt, zwei davon können in Europa vorkommen. Wie bereits angedeutet, wächst diese Pflanze außerhalb von Europa in holarktischen Regionen wie die Gebirgsregionen Eurasiens bis Nordamerika auf einer maximalen Höhe von 2280 Metern.

Rosenwurz erreicht eine Größe von 5 bis 35 cm und bildet Pfahlwurzeln (ähnlich wie Löwenzahn) aus. Von diesen Pfahlwurzeln gehen ein bis fünf Zentimeter dicke, knollige Stämme aus. Wird die Pflanze im Bereich der Wurzeln verletzt, ist der charakteristisch rosenartige Geruch wahrzunehmen. Die 5 bis 35 langen Stämme stehen sowohl senkrecht als auch in starkem Winkel ab. Laubblätter mit einer Länge von 10 bis 40 mm sitzen auf diesen Stämme und geben eine Vegetationsperiode Schutz und die Fähigkeit Wasser-Reserven anzulegen. Obenauf sitzen die Blüten in dichten, bündigen Blütenständen zusammen. Die sensiblen Blüten werden durch eine doppelte Blütenhülle geschützt. Rhodiola ist zweihäusig getrenntgeschlechtig und hat somit männliche und weibliche Geschlechtstypen. Unterscheiden lassen sie sich nur durch die 1,5 bis 2,5 mm langen, freien Kronblätter. Bei den weiblichen Blüten sind diese gelb, im verblühenden Zustand rot-orangefarbenen und bei den männlichen Blüten purpurfarben. Ebenso unterscheiden sich die männlichen Blüten auch durch die Anzahl der Staubblätter.

Die Früchte des Rosenwurzes sind 4 bis 6 mm lang und haben einen Durchmesser von 3 bis 5 mm. An einer Blüte wachsen drei bis sechs aufrechte, behaarte, fleischige Balgfrüchte. Eine rote bis hellrote Farbe zeichnen sie aus. Die Blütezeit ist von Mai bis August.

Ursprung der Pflanze ist höchstwahrscheinlich in der Region Sibirien. Dort wird der Rosenwurz Solotoy Koren (Золотой Корень, übersetzt: Goldene Wurzel) genannt. Seit Langem sind die positiven Wirkungen auf die Gesundheit in der russischen, baltischen und skandinavischen Naturheilkunde bekannt. Dem Wurzelextrakt werden positive Effekte gegen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwächen und als allgemeines Stärkungsmittel zugeschrieben. Neben dem Extrakt wird Rhodiola auch als Tee dargereicht. Die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Eine eindeutig nachgewiesene Wirkung als Arznei gibt es nicht. Nichtsdestotrotz sind einige Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass eine hohe Quote der Probanden eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und weniger gestresst waren. Darauf hin führte man eine placebokontrollierte Studie durch und erzielte Erfolge bei Depressionen und Angststörungen fest. Diese Studie wird in Fachkreisen stark kritisiert und als fragwürdig bezeichnet. Bewiesen ist, dass Fruchtfliegen bei der Gabe des Extraktes eine bis zu 10 Prozent längere Lebensspanne haben.

Die Wirkung ist vergleichbar mit der der Ginsengwurzel. Auf stofflicher Basis betrachtet gelten phenolische Glycoside wie Salidrosid (Rhodiolosid), p-Tyrosol (Aglykon) und Rosavin als Hauptwirkstoffe. Diese bewirken unter anderem eine Hemmung der Monoamin-Oxidase und schaffen so eine bessere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke. In Kombination mit Magnesium und anderen Mineralien, sowie diversen Vitaminen (u.a. B-Vitamine) kann die Wirkung noch gesteigert werden.

Rosenwurz sollte nicht bei Überempfindlichkeit, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion eingenommen werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren sollte ebenfalls auf eine Einnahme verzichtet werden.

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