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Strukturformel von Xanthan (Foto: NEUROtiker - Wikipedia.org)

Xanthan – E415

Strukturformel von Xanthan (Foto: NEUROtiker - Wikipedia.org)
Strukturformel von Xanthan (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Bei Xanthan handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes natürliches Verdickungs- und Geliermittel.

Der weiße pulverige Feststoff ist ein langkettiges, weitverzweigtes Kohlenhydrat. Genauer gesagt handelt es sich um ein Polysaccharid, das aus Glucose (Traubenzucker), Mannose und Glucuronsure besteht und ein komplexes Kohlenhydrat bildet. β-(1→4)-verknüpfte D-Glucose-Einheiten in vielfacher Kombination miteinander geben dem Stoff seine Eigenschaften. Hitze- und Säurebeständigkeit, sowie eine Pseudo-Fließgrenze (Verformungs- und Fließverhalten) zeichnen es aus. In wässriger Lösung quillt Xanthan auf und erhöht so die Viskosität des Mediums.

Gewonnen wird Xanthan durch Bakterienstämme der Gattung Xanthomonas. Diese werden mit zuckerhaltigen Substraten in einem Bio-Reaktor versorgt und wandeln die Substrate in die umfangreichen Xanthan-Moleküle um.

Die robusten Eigenschaften erlauben eine vielseitige Verwendung. In Lebensmitteln ist es häufig in Milchprodukten, Saucen, Tomatenketchup, Mayonnaise, Senf und Dressings enthalten. Auch Hygiene-Produkte wie Lotionen, Shampoos, Zahnpasta, Flüssigseifen, Gleitmittel und Mascara haben ihn als Zusatz. Technische, industrielle Verwendungen sind in Sprengstoffen und Bohrschlämmen.

In Lebensmitteln wird es unter anderem eingesetzt, um in Fruchtsäften Schwebstoffe gleichmäßig zu verteilen und die Bildung von Eiskristallen in Speiseeis zu verringern. Zusammen mit Johannisbrotkernmehl (E410) entstehen gummiartige, synergistische, thermoreversible Gele, die eine äußerst gute Wasser bindende Eigenschaft und hohe Elastizität haben. Es ist für Säuglings- und Kleinkindernahrung, BIO-Produkte, Arzneimittel, Kosmetika zugelassen.

Generell gilt Xanthan als unbedenklich, kann aber in höheren Dosen abführend wirken. Eine Tageshöchstgrenze (ADI) gibt es nicht. Die Substrate der Bakterien können aus transgenen Organismen (genetisch veränderten Pflanzen) stammen.

E-Nummer: E 415

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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