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Strukturformel von Acesulfam-K (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Acesulfam – E950

Strukturformel von Acesulfam-K (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)
Strukturformel von Acesulfam-K (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Bei Acesulfam handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Süßungsmittel.

Als Acesulfam-K oder auch als Marke „Sunett“ ist ein weißer, als Pulverform verwendeter Süßstoff bekannt. Eine gute Löslichkeit ist in kaltem Wasser gegeben, diese steigt mit der Temperatur und verbessert sich so um ein Vielfaches. Auch Alkohol (Ethanol) eignet sich als Lösungsmittel. Hitzebeständigkeit, Säuren- und Basenresistenz machen Acesulfam zu einem in seiner Struktur stabilen Lebensmittelzusatzstoff.

Der bei der Hoechst AG angestellte Chemiker Karl Clauß entdeckte 1967 bei einem Versuch zufällig die Süßkraft des Stoffes Acesulfam. Die am häufigsten anzutreffende Form ist das Kaliumsalz des Acesulfams (Acesulfam-Kalium), daher auch die gekürzte Form Acesulfam-K. In der heutigen industriellen Herstellung werden als Ausgangsprodukte Substanzen wie Fluorsulfonylisocyanat und Amidosulfofluorid genutzt und über das sogenannte SO3-Verfahren synthetisiert.

Seit 1990 gilt die die Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff unter der E-Nummer 950. Der Süßstoff zeichnet sich durch eine 200-mal intensivere Süße als Saccharose (Haushaltszucker) aus. In hohen Konzentrationen wird aus der starken Süße ein eher bitterer Geschmack. Daher wird Acesulfam oft in Verbindung mit anderen Süßstoffen wie Aspartam eingesetzt. Durch die Mischung verschiedener Süßstoffe werden teilweise negative Eigenschaften der einzelnen Substanzen ausgeglichen.

Zugelassen ist dieser Süßstoff jedoch nur für bestimmte Lebensmittel. Der erlaubte Maximalwert liegt bei 350 mg Acesulfam auf einem Liter energiereduzierten bzw. zuckerfreien Getränks. Durch seine stabile Struktur kann der Stoff auch in Backwaren verwendet werden. Hierfür sind allerdings andere Höchstwerte festgesetzt worden. Trotz des bestehenden ADI-Wertes von 9 mg pro Kilogramm Körpergewicht gilt Acesulfam als unbedenklich. Der Körper scheidet ihn unverändert aus, sodass er durch das Abwasser in die Natur und das Trinkwasser gelangt. Ähnlich wie bei Sucralose findet kein natürlicher Abbau oder wenn, nur sehr langsam, statt. Daraus folgt, dass Acesulfam in hohen Konzentrationen in Deutschen Gewässern vorliegt.

Amerikanische Studien verweisen auf eine unzureichend durchgeführte Prüfung auf die Karzinogenität. Eine Studie mit Mäusen ergab eine gewisse krebserregende Wirkung auf die männlichen Versuchstiere.

E-Nummer: E950


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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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