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Strukturformel von Myo-Inositol (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Inosit

Strukturformel von Myo-Inositol (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)
Strukturformel von Myo-Inositol (Foto: NEUROtiker – Wikipedia.org)

Bei Inosit handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Nahrungsergänzungsmittel.

Inosit, Muskelzucker oder auch Inositol (im Englischen) ist ein weißer, kristalliner, geruchloser Feststoff. Dieser sechswertige, zyklisch aufgebaute Alkohol kann in neun verschiedenen Stereoisomeren (Isomer von Glukose) vorliegen. Als chemische Substanz wird er als Cyclohexanhexol bezeichnet. Alle Formen weisen einen süßlichen Geschmack auf. Das am häufigsten vorkommende Isomer ist das myo-Inositol.

Lange Zeit wurde Inosit als B-Vitamin klassifiziert. Allerdings ist diese Einordnung nach neusten Erkenntnissen stark umstritten. Es handelt sich um eine Substanz, die vom menschlichen Körper selbst in ausreichenden Mengen gebildet werden kann. Der Körper benötigt pro Tag circa 500 mg bis 1200 mg Inositol. Durch das Fehlen der Carbonylgruppe kann es auch nicht als Kohlenhydrat angesehen werden.

Myo-Inosit wird durch Hydrolyse von Phytinsäure, diese kann aus Maisquellwasser gewonnen werden, künstlich hergestellt. Dazu gibt es noch weitere natürliche Quellen, die überwiegend Nahrungsmittel sind. Viele Getreide, Obst, Bohnen, Nüsse und Fleisch weisen einen hohen Inosit-Gehalt auf, wobei das Inosit meist nicht in Rein-, sondern in phosphorylierter Form vorliegt.

Viele Menschen nehmen Inosit als Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Eine nachgewiesene Wirkung ist die Verbesserung der Signalübertragung in Zellen. Dazu dient es als sogenannter Second-Messenger. Die Hauptwirkung, gerade im Bereich des Bodybuildings, ist die unterstützende Wirkung bei der Fettverbrennung. Die enzymatisch aufgespalteten Fette werden in Form von Fettsäuren in die Leber abtransportiert. Ebenso wird ein positiver Einfluss auf den Cholesterin- und den Blutfettspiegel vermutet. Wie bereits angesprochen ist eine zusätzliche Aufnahme mit der Nahrung in der Regel nicht nötig. Die klinischen Verwendungszwecke als Medikament sind wesentlich sinnvoller. Einige klinische Studien liefen Hinweise darauf, dass der hochdosierte Einsatz bei Patienten mit Bulimie, Depression, bipolarer Störung, Panik oder Zwangsstörung positive Effekte erzielt. Zucker, Kaffee, Alkohol oder Medikamente können sich negativ auf die Produktion des körpereigenen Inosit auswirken. Ein Mangel kann Wachstumsstörungen, Haarausfall und Leberverfettung zur Folge haben.

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Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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