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Bei Carnaubawachs handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Trennmittel und Überzugsmittel. Es ist natürlichen Ursprungs und wird aus einer Palmenart gewonnen. Es sit das härteste natürliche Wachs, das als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt wird. Es schützt Lebensmittel vor dem Feuchtigkeitsverlust und wird vom Körper nicht verdaut und ausgeschieden. Es kann in BIO-Lebensmitteln verwendet werden.

Carnaubawachs – E903

Bei Carnaubawachs handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetztes Trennmittel und Überzugsmittel.

Das gelbe bis grünliche oder auch dunkelgraue Wachs wird aus den Blättern der Carnaubapalme (Copernica cerifera) gewonnen. Es weißt als Naturprodukt eine gelbe bis grüne oder auch dunkelgraue Farbe auf. Die Löslichkeit in Wasser und Alkohol ist schlecht, bis gar nicht gegeben. Ein sehr hoher Schmelzpunkt bei 80 bis 87 Grad Celsius ist einer der größten Unterschiede zu anderen Überzugsmitteln wie beispielsweise Bienenwachs. Hauptsächlich besteht dieses Wachs zu 85 Prozent aus Estern, langkettigen Fettsäuren, ω-Hydroxycarbonsäuren, aromatischen Carbonsäuren und Alkoholkomponenten.

In der Natur und auch als Lebensmittelzusatzstoff dient das Wachs zum Schutz der Oberfläche vor Feuchtigkeitsverlust. Wie bereits erwähnt, wird das Wachs auf natürlichem Wege aus einer Palmenart gewonnen. Dabei werden die Blätter getrocknet, sodass das Wachs nach einiger Trockenzeit abblättert, eingesammelt und aufbereitet wird. Dabei kommen unter anderem auch Bleichmittel zum Einsatz. Pro Blatt werden durchschnittlich acht Gramm Wachs, wohingegen eine Jahresernte eines Baumes circa 160 Gramm entsprechen.

Da Carnaubawachs härter als andere Überzugsmittel wie Bienen- (E901) und Candelillawachs (E902) ist, wird es bei Lebensmitteln wie Schokolade, Nüssen, Kaffeebohnen, Nahrungsergänzungsmitteln, Äpfeln, Birnen, Ananas, Melonen, Zitrusfrüchten, Pfirsichen und Süßwaren verwendet. Das Wachs verleiht der Oberfläche Glanz und ein leuchtendes Aussehen. Auch Kosmetika nutzen die robusten Eigenschaften.

Ein Risiko bei der Produktion können gentechnisch veränderte Organismen sein. Allerdings ist es auch für BIO-Produkte zugelassen. In der meisten Literatur wird keine tägliche Höchstmengenbeschränkung angegeben. Eine Studie verweist aber auf einen Konsum von maximal 200 Milligramm Wachs pro Kilo Körpergewicht. Der Körper ist nicht in der Lage E 903 zu verdauen und scheidet es vollständig wieder aus. Langzeitstudien am Menschen liegen uns nicht vor.

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Natriumcarbonate – E500

Bei Natriumcarbonaten handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe. Gängige Bezeichnungen für die verschiedenen Salze aus Natrium und Kohlensäure sind unter anderem Soda oder Natron. Dabei handelt es sich in der Regel um weiße bis farblose kristalline Pulver, die sich bereits ab einer Temperatur von 50 °C zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Natriumcarbonat unter Abscheidung von Wasser zersetzen. Mit Säuren reagiert es unter starker Schaumbildung zu Wasser und Kohlenstofdioxidu und bildet in Wasser gelöst eine schwache Base. Für die Lebensmittelindustrie werden die Natriumcarbonate im Labor hergestellt. Es haben sich verschiedene Verfahren etabliert, häufig wird es mit Ammoniak und Kohlendioxid in einer Natriumchloridlösung hergestellt. In der Trinkwasseraufbereitung wird es zur Regulierung des Säuregerades eingesetzt. Weitere Anwedungsgebiete ist der Aufschluss von Kakao und Milcheiweiß. Natriumcarbonate finden wie bereits erwähnt als Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe verwendung. Sie gelten als unbedenklich und haben keinen ADI-Wert (täglich konsumierbate Höchstmenge). Direkter Kontakt kann zu Irritationen mit Augen und Haut führen.

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