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Energy-Drinks ab 16?
Energy-Drinks ab 16?

Energy-Drinks in der Schweiz zukünftig ab 16 Jahren?

Energy-Drinks gehören zu den bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebten Kultgetränken. Ihre Verpackungen sind mit der Aufschrift versehen, dass sie sich auf Grund der hohen zugesetzten Koffeinmenge nicht für den Genuss durch Kinder eignen. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um einen Hinweis, welcher keine rechtliche Bindung auslöst. Der Verkauf von Energy-Drinks ist an alle Kunden gleich welchen Alters gestattet. Freiwillige Einschränkungen sind möglich, werden aber von wenigen Geschäftsinhabern vorgenommen. Stattdessen platzieren einige Selbstbedienungsgeschäfte die Energy-Drinks nicht bei Getränken, sondern bewusst bei Süßigkeiten oder als zum Spontankauf anregende Ware an den Kassen. Auf diese Weise nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass Kinder und Jugendliche die entsprechenden Drinks wahrnehmen und kaufen. Auch die Werbung der Hersteller spricht gezielt junge Menschen an und verbindet mit dem Genuss der Energy-Drinks ein betont jugendliches Lebensgefühl. Eine in der Schweiz durchgeführte Marktforschungsstudie ergab, dass der Konsum von Energy-Drinks bereits bei elfjährigen Kindern üblich ist.

Der Schweizer Politiker Stéphane Montangero hat die Daten der Umfrage über den Konsum von Energy-Drinks zum Anlass genommen, das Verbot des Verkaufes der Getränke an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren zu fordern. Er begründet seine Initiative mit der Gesundheitsgefährdung durch einen übermäßigen Konsum der Drinks und mit der Gefahr, dass Koffein bei häufigem Genuss süchtig macht. Eine entsprechende Gesetzesinitiative kann den Verkauf von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren ebenso wie den Genuss der Getränke in der Öffentlichkeit künftig unterbinden. Keinen Einfluss hat sie darauf, dass Kinder mit Wissen ihrer Eltern in der Wohnung Energy-Drinks zu sich nehmen. Die Initiative von Stéphane Montangero beschränkt sich auf Energy-Drinks, das Verbot des Verkaufes von Tee oder Kaffee an Minderjährige plant der Politiker nicht. Die Beschränkung auf die Kultgetränke ist verständlich, da sie wesentlich mehr Koffein als Kaffee enthalten. Die Altersbeschränkung auf sechzehn Jahre erscheint dem Politiker ebenfalls als angemessen, da der Körper jüngerer Kinder besonders empfindlich auf Koffein reagiert. Ein Mindestalter von achtzehn Jahren wie beim Kauf hochprozentiger Alkoholika erscheint Stéphane Montangero bei Energy-Drinks als überzogen. Konsumenten jeden Alters müssen eigenverantwortlich darauf achten, nicht übermäßig viele Energiegetränke innerhalb kurzer Zeit zu konsumieren. Auch dazu findet sich auf den Verpackungen der meisten Hersteller ein Hinweis in kleiner Schrift. Sollte die Schweiz als erstes europäisches Land ein Mindestalter für den Kauf von Energy-Drinks einführen, folgen erfahrungsgemäß die umliegenden Staaten der Maßnahme nach kurzer Zeit.

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