Home » Zutaten » Natriumhydroxid – E524
Bei Natriumhydroxid handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Säureregulator und Konservierungsmittel. Ein weißer ätzender Feststoff, der in Lebensmitteln zur Stabilisierung des Säuregehaltes. Es wird als unbedenklich eingestuft und wird meist industriell Hergestellt und verwendet.

Natriumhydroxid – E524

Natriumhydroxid in Form von Plätzchen (Foto: Walkerma - Wikipedia)
Natriumhydroxid in Form von Plätzchen (Foto: Walkerma – Wikipedia)

Bei Natriumhydroxid handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Säureregulator und Konservierungsmittel.

Ätznatron oder auch kaustisches Soda ist ein wasseranziehender (hygroskopischer), weißer, geruchloser Feststoff aus Natrium (Na) und Hydroxid (OH). Meist wird es in Kunststoffbehältern luftdicht in Form von Kügelchen oder Plätzchen aufbewahrt. Neben der stark ätzenden Eigenschaft erzeugt das Lösen in Wasser sehr viel Wärme. Es ist starke Base und in der Lage Säuren zu neutralisieren. Diese Eigenschaft wird hauptsächlich genutzt. Die industrielle Herstellung findet mithilfe der Elektrolyse aus Natriumchlorid statt.

In der Lebensmitteltechnik ist dieser Stoff unter der E-Nummer E524 als Säureregulator zugelassen. Es wird genutzt um einen niedrigen pH-Wert (hoher Säuregrad) zu stabilisieren oder einzustellen. Ebenso ist es in der Lage Stärke und Eiweiße aufzuspalten. Bei Lebensmitteln wie Laugengebäck, Oliven, Würzmitteln oder Konfitüren findet es Verwendung.

Es gibt außer bei Naturprodukten keine Höchstmengenbeschränkung und festgelegten ADI-Wert. Es kann von Vegetariern, Veganern und allen Religionsformen konsumiert werden. Die gesundheitliche Beurteilung wird auf unbedenklich eingestuft. An dieser Stelle sei allerdings nochmal angemerkt, dass es sich um einen Regulator handelt und gegen Säuren eingesetzt wird. Eine Lauge die durch das Lösen in Wasser entsteht ist im höchsten Maß ätzend und kann schwerste innere Verletzungen verursachen.

Auch spannend!

Natriumcarbonate – E500

Bei Natriumcarbonaten handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe. Gängige Bezeichnungen für die verschiedenen Salze aus Natrium und Kohlensäure sind unter anderem Soda oder Natron. Dabei handelt es sich in der Regel um weiße bis farblose kristalline Pulver, die sich bereits ab einer Temperatur von 50 °C zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Natriumcarbonat unter Abscheidung von Wasser zersetzen. Mit Säuren reagiert es unter starker Schaumbildung zu Wasser und Kohlenstofdioxidu und bildet in Wasser gelöst eine schwache Base. Für die Lebensmittelindustrie werden die Natriumcarbonate im Labor hergestellt. Es haben sich verschiedene Verfahren etabliert, häufig wird es mit Ammoniak und Kohlendioxid in einer Natriumchloridlösung hergestellt. In der Trinkwasseraufbereitung wird es zur Regulierung des Säuregerades eingesetzt. Weitere Anwedungsgebiete ist der Aufschluss von Kakao und Milcheiweiß. Natriumcarbonate finden wie bereits erwähnt als Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe verwendung. Sie gelten als unbedenklich und haben keinen ADI-Wert (täglich konsumierbate Höchstmenge). Direkter Kontakt kann zu Irritationen mit Augen und Haut führen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.