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Strukturformel von Brillantblau FCF (Foto: Wikipedia.org - Yikrazuul)
Strukturformel von Brillantblau FCF (Foto: Wikipedia.org - Yikrazuul)

Brillantblau FCF – E133

Strukturformel von Brillantblau FCF (Foto: Wikipedia.org - Yikrazuul)
Strukturformel von Brillantblau FCF (Foto: Wikipedia.org – Yikrazuul)

Bei Brillantblau FCF handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff.

Patentblau AE, Amidoblau AE oder E 133 liegt als dunkellila-farbenes, festes Pulver vor. Eine gute Löslichkeit in Wasser und Alkohol zeichnet diesen Zusatzstoff aus der Gruppe der Triphenylmethanfarbstoffe aus. Hitze und Licht haben nur einen sehr geringen Einfluss auf die Intensität und Beständigkeit der Farbe. Der stark blau leuchtende Farbstoff zeigt sich am besten in einer pH-neutralen Lösung (pH 7). Wird der pH-Wert geringer, die Umgebung also saurer, dann schlägt der Farbstoff erst von Blau nach Grün um. Je saurer die Umgebung wird, desto schneller wird das Grün zu einem Gelb, bis überhaupt keine Färbung mehr zu erkennen ist. Wie bei vielen Farbstoffen werden oft die Natrium-, Calciumsalze oder (selten) Aluminiumlacke verwendet.

Die Herstellung ist ein mehrstufiger chemischer synthetischer Prozess. Es lassen sich kaum Informationen über die Synthese im Labor ausmachen.

Die grellblaue Farbe schränkt die Verwendung des Farbstoffes ein. Viele Verbraucher nehmen die Farbe als unnatürlich wahr. Die Verwendung in der Industrie beschränkt sich allerdings auf ein großes Spektrum: Essbare Überzüge (Käse, Wurst), Süßigkeiten, Kuchen, Keksen, Gebäck, Spirituosen, Obst- und Fruchtweine, Speiseeis, Desserts, Getränke. Gelegentlich nutzt man andere Farbstoffe wie beispielsweise Tartrazin (E102) um andere beziehungsweise grüne Farben zu erzeugen. In Deutschland ist der Farbstoff zwar auch verbreitet, aber am meisten wird er in den Vereinigten Staaten von Amerika eingesetzt und konsumiert.

Brillantblau FCF gilt als unbedenklich, allerdings existiert eine maximal aufzunehmende Höchstmengenbegrenzung (ADI-Wert) von 0,1 mg/kg Körpergewicht. Eine amüsierende Tatsache ist die Ausscheidung des Farbstoffes, denn der Körper kann den Großteil des Farbstoffes nicht zersetzen, wodurch sich der Urin bläulich oder grünlich verfärben kann. Bei Tierversuchen fand man heraus, dass extrem hohe Dosen in Nieren und Lymphgefäßen eingelagert werden können. Im Gegensatz zu den Tierversuchen wird derzeit daran geforscht, den Farbstoff als Medikament gegen Alzheimer und Demenz einzusetzen.

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Calciumcarbonat – E 170

Bei Calciumcarbonat handelt es sich, um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Farbstoff, Rieselhilfsstoff, Füllstoff, Trägerstoff und Säureregulator. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Calciumcarbonat auch schlicht als Kalk, kohlensaurer Kalk oder Kreide bekannt. In Reinform handelt es sich um einen festen, farb- und geruchlosen Feststoff, der sehr schlecht in Wasser löslich ist.

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