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Frankreich plant die „Red-Bull-Steuer“

Bald 25 Cent teurer? Frankreich plant eine Steuer auf Energy-Drinks
Bald 25 Cent teurer? Frankreich plant eine Steuer auf Energy-Drinks

Die französische Nationalversammlung entwickelt derzeit Pläne, eine Sonderabgabe auf koffeinhaltige Erfrischungsgetränke zu erheben.

Wenn es nach französischen Politikern geht, so soll in Zukunft eine Steuer auf Energy-Drinks erhoben werden. Dies wird damit begründet, dass der Konsum von Energy-Drinks bedenkliche gesundheitliche Folgen hätte, wie Herzrasen, Unruhe und Schlaflosigkeit. Von Kindern und Jugendlichen sollen die Wachmacher komplett ferngehalten werden. Laut den aktuellen Plänen der französischen Regierung würde somit eine 250 ml Dose eines klassischen Energy-Drinks um 25 Cent teurer. Den Berechnungen zufolge würde das dem französischen Staat steuerliche Mehreinnahmen von 60 Millionen Euro in die Kassen spülen.

Kritiker argumentieren, dass eine solche Steuer ein indirektes Verbot darstelle und die Bürger bevormunde. Mit einer solchen Steuer wird versucht, dass die Menschen in Frankreich auf die vermeintlich krankmachenden Energy-Drinks verzichten und übergeht dabei das Selbstbestimmungsrecht. Anders als zum Beispiel bei einer Erhebung von Steuern auf Zigaretten, kann man hier auch nicht argumentieren, dass die koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke das soziale Umfeld belästigen. Und das Konzept ist auch nicht wirklich zu Ende gedacht, denn auf Kaffee wird in Frankreich keine zusätzliche Steuer erhoben, obwohl in etwa die gleiche Menge an Koffein wie in einem Energy-Drink in einer Tasse Kaffee steckt. Eine Steuer auf Kaffee gibt es europaweit übrigens nur noch in Deutschland, Dänemark und Belgien.

Ob die Steuer auf Energy-Drinks in Frankreich kommt oder nicht, wird wohl noch in einigen Diskussionen geklärt werden müssen. Interessant ist aber, dass sich mittlerweile Europaweit  nun auch offizielle Behörden mit den Muntermachern auseinandersetzen, was in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Getränke schon einige Jahre in Europa größter Beliebtheit erfreuen, relativ spät ist. Auch in Deutschland wurden immer wieder Stimmen laut, die eine staatliche Regulierung im Bereich der Energy-Drinks forderten. Hierzulande befasste sich die öffentliche Diskussion aber mehr mit der Frage nach einem gesetzlich festgesetzten Mindestalter für den Kauf von Energy-Drinks.

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Ein Kommentar

  1. default avatar

    Und wie damals bei uns die Steuer auf Alko-Pops mal wieder eine selten dämliche Idee.
    Ich halte diese Extra-Abgabe für ein Mittel des Staates, an den Energydrinks mitzuverdienen, die Gründe für Jugendschutz sind nur vorgeschoben. Wollte man wirklich die Jugend von diesen Getränken abhalten hätte man die Energydrinks wie Bier oder Sekt oder Alkohol zukünftig ab 18 verkaufen sollen statt nur einen Preisaufschlag zu erheben, der bei einem eh schon hohen Preis wie bei RedBull wohl noch vertretbar ist. Somit Wirkung gleich Null

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