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Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff.

Strukturformel von Gelborange S (E110) - Foto: Wikipedia.org - Yikrazuul
Strukturformel von Gelborange S (E110) – Foto: Wikipedia.org – Yikrazuul

Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt. Es handelt sich dabei um einen synthetisch hergestellten gelben Farbstoff aus der Gruppe der Azofarbstoffe. In Reinform liegt der Stoff als gut in Wasser löslicher Feststoff vor. In Alkohol (Ethanol) ist dieser hingegen schlecht löslich. Neben der günstigen Herstellung zeichnet sich der Farbstoff durch eine gute Beständigkeit gegen Säuren, Licht und hohe Temperaturen aus. Entgegen der generellen Aussage der Säurebeständigkeit entfärbt sich Gelborange S unter der Anwesenheit von Vitamin C (Ascorbinsäure).

Die Herstellung von Gelborange S geschieht ausschließlich synthetisch mittels der sogenannten Azokopplung. Bei diesem Prozess entsteht ein charakteristisches Molekül mit zwei Stickstoffatomen, die durch eine Doppelbindung die Azogruppe bilden. Das so entstandene Produkt wird gewöhnlicherweise noch mit Natrium zur Reaktion gebracht, sodass Gelborange S in der Regel das Natriumsalz ist.

Aus gesundheitlicher Sicht wird E 110 sehr kritisch betrachtet. Dies gilt nicht nur für diesen Farbstoff, sondern für alle Farbstoffe aus der Gruppe der Azofarbstoffe. Seit dem 21. Juli 2010 sind Hersteller die Gelborange S in Lebensmitteln verwenden durch einen Beschluss des zuständigen EU-Ausschusses dazu verpflichtet folgenden Warnhinweis auf dem Produkt anzubringen: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“. Damit wird klar, wie diese Stoffgruppe einzuschätzen ist. Von einer einfachen Kritik ist nicht mehr zu sprechen, wenn entsprechende Warnhinweise aufgedruckt werden müssen. Kinder sind von diesen Farbstoffen enorm betroffen und es konnten in mehreren Studien (eine ist die „Southampton-Studie“) die Einschränkung der Aufmerksamkeit festgestellt werden. Auch Risikogruppen können von den Auswirkungen betroffen sein. Eine Empfindlichkeit kann sich durch das Auftreten von allergischen Reaktionen in Form von Pseudoallergien äußern. Liegt eine bestehende Allergie gegen Benzoesäure (E 210) vor, so kann es auch hier zu allergischen Reaktionen kommen. Asthmatiker könnten unter Umständen ebenfalls Probleme beim Verzehr bekommen.

Die empfohlene maximale Tagesdosis (ADI-Wert) liegt bei 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Vor 2009 lag der ADI-Wert noch bei circa dem doppelten 2,5 mg / Kilogramm Körpergewicht.

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Calciumcarbonat – E 170

Bei Calciumcarbonat handelt es sich, um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Farbstoff, Rieselhilfsstoff, Füllstoff, Trägerstoff und Säureregulator. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Calciumcarbonat auch schlicht als Kalk, kohlensaurer Kalk oder Kreide bekannt. In Reinform handelt es sich um einen festen, farb- und geruchlosen Feststoff, der sehr schlecht in Wasser löslich ist.

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