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Mate? Was ist das eigentlich? – Alle Antworten zum Kult-Getränk

Die „Mate“ ist weiterhin auf dem Vormarsch in Deutschland. Immer mehr Hersteller nehmen mittlerweile die koffeinhaltigen Mate-Drinks in ihr Sortiment mit auf. Aber was ist eigentlich diese Mate? Wir vom Energy-Drink-Magazin klären die wichtigsten Fragen rund um das Thema Mate.

Mate wie? Mate was?

Zunächst einmal klären wir die Frage, die wohl jedem schon einmal durch den Kopf gegangen ist, der eine Flasche Club Mate in einem Kühlregal stehen sehen hat: Wie wird dieses Getränk eigentlich korrekt ausgesprochen? Viele neigen dazu – gerade bei Club Mate – den Namen intuitiv englisch auszusprechen. Tatsächlich hat Mate aber nicht viel mit dem „Gefährten“ oder „Kameraden“ zu tun. Die Korrekte Aussprache ist also die Deutsche: [ˈklʊp ˌmaːtə]. Auf Englisch nennt man den Tee übrigens von „Paraguay tea„.

Wenn man von „der/dem Mate“ spricht, ist im allgemeinen der Tee gemeint. Oftmals hört man aber auch den Ausdruck „die/eine Mate„. In diesem Fall ist dann meistens von einer Flasche fertigen Mate-Tee-Getränks die Rede.

Was ist Mate eigentlich?

Ein Tongefäß, aus dem auf traditionelle Weise Mate-Tee getrunken wird.
Ein Gefäß aus einem Flaschenkürbis „Mate“, aus dem auf traditionelle Weise Mate-Tee getrunken wird.

Mate ist ein Tee der vom Mate-Baum oder Mate-Strauch gewonnen wird. Der Mate-Baum gehört zu der Gattung der Stechpalmen und ist ursprünglich in Südamerika beheimatet. Auch heute sind die größten Anbaugebiete immer noch in Paraguay, Argentinien und Brasilien. Derzeit liegt die Weltproduktion etwa bei 300.000 Tonnen, von denen etwa 250.000 Tonnen aus Argentinien kommen (Stand 2010). Schon vor der Kolonialisierung durch die Portugiesen und Spanier haben die Ureinwohner Südamerikas Mate-Tee aufgegossen und getrunken. Allerdings war mit dem Begriff „Mate“ (=Trinkgefäß) ursprünglich das Gefäß gemeint, aus dem heraus man den Tee mit einem Strohhalm getrunken hat. Dieses war häufig aus ausgehöhlten und getrockneten Flaschenkürbissen gefertigt, oder bei Viehhirten aus einem Abschnitt eines Kuh-Horns. Der Tee selbst heißt eigentlich „Yerba“ (=Kraut).

Ein Trinkhalm mit dem auf traditionelle Art Mate-Tee getrunken wird.
Ein Trinkhalm (Bombilla) mit dem auf traditionelle Art Mate-Tee getrunken wird. An der Spitze befindet sich ein kleines Sieb, damit man die Tee-Stückchen nicht mit einsaugt.

Wenn man den Tee erntet, gibt es zwei Wege ihn zu verarbeiten. Es gibt einmal gerösteten und einmal grünen Mate. Für den gerösteten Yerba-Tee („Mate real“) werden die Blätter, Blüten, Triebe und teilweise auch die Äste in Drahttrommeln über Feuerstellen gedreht. Hierbei werden die Enzyme in der Pflanze zerstört und die Fermentation gestoppt. So erhält man den charakteristischen Geschmack des Tees. Die „gerösteten“ Blätter werden dann getrocknet und zerkleinert und können dann verkauft werden. Der grüne Mate (Taragin) wird zerkleinert, fermentiert und dann etwa einen Monat lang bei 60 – 80°C gelagert. Anschließend getrocknet und zerkleinert.

Für die Erfrischungsgetränke verwendet man allerdings Mate-Extrakt. Dieses wird bei der Destillation des Tees über Wasserdampf und der anschließenden Extraktion mithilfe von Ethern gewonnen.

Was ist das besondere des Mate-Tees?

Mio Mio Mate - Die Bernsteinfarbe
Mio Mio Mate – Die klassische Bernsteinfarbe

Yerba-Tee hat eine belebende Wirkung. Das wussten schon die südamerikanischen Ureinwohner und haben diesen Effekt genutzt. Der fertige Tee hat einen Koffeingehalt von 0,35 – 1,7%. Dieser kommt aber nur dann wirklich zur Geltung, wenn man auch den frisch aufgebrühten Yerba-Tee trinkt. In Erfrischungsgetränken wie Mio Mio Mate oder Maya Mate, die lediglich mit Mate-Tee-Extrakt versehen sind, wird Koffein extra hinzu gegeben. Das ist allein schon notwendig, weil jede Flasche oder Dose, die in den Verkauf kommt,  den gleichen Koffeingehalt haben soll. Ein Mateteegetränk hat im Durchschnitt etwa 20 mg Koffein auf 100 ml. Zum Vergleich: ein durchschnittlicher Energy-Drink hat etwa 32 mg Koffein auf 100 ml.

Wonach schmeckt Mate?

Viele, die ein Mateteegetränk zum ersten mal probieren verziehen zunächst einmal das Gesicht. Der Geschmack dieser Erfrischungsgetränke wirkt beim ersten Mal eher speziell. Viele beschreiben den Geschmack als ein bisschen metallisch und ein bisschen erdig. Es kommt auch klar der Tee-Charakter durch. Hinzukommt, dass die meisten Drinks auch nur leicht gesüßt sind. Im Durchschnitt hat ein Mate-Drink etwa um die 5 Gramm Zucker auf 100 ml. Zum Vergleich: Eine Cola hat im Durchschnitt etwa 10-11 Gramm Zucker auf 100 ml – also das Doppelte. Auch Erfrischungsgetränke basieren auf Wasser und Citronensäure. Dadurch kommt der charakteristische erfrischende Geschmack zustande. Auch haben diese Drinks häufig überdurchschnittlich viel Kohlensäure, was den erfrischenden Effekt noch einmal unterstützt. Für viele Mate-Trinker ist der Vorteil der Yerba-Drinks eindeutig. Diese Getränke schmecken natürlicher und leichter als herkömmliche Limonaden und haben nicht ganz so viel Koffein wie Energy-Drinks. Daher sind die erfrischenden Tees wie die Rio Mate oder Multi Mate auch für koffeinempfindlichere Personen interessant.

Ist Mate-Tee gesund?

Dem reinen Tee werden einige positive Eigenschaften auf den menschlichen Körper nachgesagt. So fördert er die Verdauung und den Harntrieb und wirkt durch das Koffein anregend für Muskeln und Nerven. In Deutschland ist Mate-Tee als Arzneimittel zugelassen. Auch zur äußeren Anwendung auf der Haut bei Hautreizungen,  wird der Tee teilweise verwendet.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber auch ergeben, dass ein Krebsrisiko von Yerba-Tee ausgehen kann. Dies kommt durch den „Rauchtrocknungsprozess“ über offenem Feuer zustande. Sogenannte Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) setzen sich dabei im Tee fest, die für Speiseröhrenkrebs, Blasenkrebs und Lungenkrebs verantwortlich sein können. Der Anteil des PAK in den Erfrischungsgetränken ist durch die Verwendung des Yerba-Extrakts aber verschwindend gering.

Eine Studie der Universität Illinois kam hingegen zu anderen Ergebnissen. Hier fand man heraus, dass eine hohe Dosis Mate-Tee Darmkrebszellen abtöten konnte. Daher gab die Studienleiterin die Empfehlung heraus, dass Menschen mit hohem Darmkrebs-Risiko viel Yerba-Tee trinken sollten.

Wie sollte ich Mate trinken?

Mate-Tee im Beutel
Yerba-Tee im Beutel

Den frischen Tee kann man einmal auf die traditionelle Art trinken, mit dem Kürbis-Gefäß und dem Strohhalm, oder aber auch auf die herkömmliche Art, wie wir in Westeuropa auch schwarzen Tee zubereiten. In Argentinien ist es auch üblich den Yerba-Tee mit Orangen oder Zimt zu verfeinern.

Die Erfrischungsgetränke kann man auf jede erdenkliche Weise trinken. Viele mögen es eisgekühlt, auch deshalb, weil des leicht bittere Aroma des Mate-Tees dann nicht so sehr zur Geltung kommt. Ebenso viele trinken Mate-Drinks aber auch bei Zimmertemperatur. Seltener wird das Getränk aber auch heiß getrunken.

Auf Partys werden die Erfrischungsgetränke teilweise auch schon mit Alkohol gemischt. Hier trifft man am häufigsten die Kombination mit Wodka an. Allerdings ist die Kombination von Koffein und Alkohol immer mit Vorsicht zu genießen.

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