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Tag Archives: Lebensmittelzusatzstoff

Gelborange S – (E110)

Bei Gelborange S handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Gelborange S ist auch unter den Trivialnamen Sunsetgelb FCF, FD & C Yellow No. 6, E 110 und C.I. 15985 bekannt.

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Calciumcarbonat – E 170

Bei Calciumcarbonat handelt es sich, um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Farbstoff, Rieselhilfsstoff, Füllstoff, Trägerstoff und Säureregulator. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Calciumcarbonat auch schlicht als Kalk, kohlensaurer Kalk oder Kreide bekannt. In Reinform handelt es sich um einen festen, farb- und geruchlosen Feststoff, der sehr schlecht in Wasser löslich ist.

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Alginate (E401 bis E405)

Strukturformel von Kaliumcitrat (Foto: Fvasconcellos - Wikipedia.org)

Bei Alginaten handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte Emulgatoren, Stabilisatoren und Verdickungsmittel. Alginate sind Verbindungen, die als Reaktanz aus Alginsäure (E400) und einem entsprechenden Kation bestehen. Die Stoffklasse ist den Polysacchariden zuzuordnen und verfügt über nahe zu gleiche Wirkungen in Lebensmitteln. Wie der Name es andeutet, kann die Alginsäure aus Seegräsern (Algen) hergestellt werden.

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Brillantblau FCF – E133

Strukturformel von Brillantblau FCF (Foto: Wikipedia.org - Yikrazuul)

Bei Brillantblau FCF handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Patentblau AE, Amidoblau AE oder E 133 liegt als dunkellila-farbenes, festes Pulver vor. Eine gute Löslichkeit in Wasser und Alkohol zeichnet diesen Zusatzstoff aus der Gruppe der Triphenylmethanfarbstoffe aus. Hitze und Licht haben nur einen sehr geringen Einfluss auf die Intensität und Beständigkeit der Farbe. Die Herstellung ist ein mehrstufiger chemischer synthetischer Prozess. Es lassen sich kaum Informationen über die Synthese im Labor ausmachen. Gelegentlich nutzt man andere Farbstoffe wie beispielsweise Tartrazin (E102) um andere beziehungsweise grüne Farben zu erzeugen. In Deutschland ist der Farbstoff zwar auch verbreitet, aber am meisten wird er in den Vereinigten Staaten von Amerika eingesetzt und konsumiert. Brillantblau FCF gilt als unbedenklich, allerdings existiert eine maximal aufzunehmende Höchstmengenbegrenzung (ADI-Wert) von 0,1 mg/kg Körpergewicht. Eine amüsierende Tatsache ist die Ausscheidung des Farbstoffes, denn der Körper kann den Großteil des Farbstoffes nicht zersetzen, wodurch sich der Urin bläulich oder grünlich verfärben kann. Bei Tierversuchen fand man heraus, dass extrem hohe Dosen in Nieren und Lymphgefäßen eingelagert werden können. Im Gegensatz zu den Tierversuchen wird derzeit daran geforscht, den Farbstoff als Medikament gegen Alzheimer und Demenz einzusetzen.

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Natriumcarbonate – E500

Bei Natriumcarbonaten handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe. Gängige Bezeichnungen für die verschiedenen Salze aus Natrium und Kohlensäure sind unter anderem Soda oder Natron. Dabei handelt es sich in der Regel um weiße bis farblose kristalline Pulver, die sich bereits ab einer Temperatur von 50 °C zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Natriumcarbonat unter Abscheidung von Wasser zersetzen. Mit Säuren reagiert es unter starker Schaumbildung zu Wasser und Kohlenstofdioxidu und bildet in Wasser gelöst eine schwache Base. Für die Lebensmittelindustrie werden die Natriumcarbonate im Labor hergestellt. Es haben sich verschiedene Verfahren etabliert, häufig wird es mit Ammoniak und Kohlendioxid in einer Natriumchloridlösung hergestellt. In der Trinkwasseraufbereitung wird es zur Regulierung des Säuregerades eingesetzt. Weitere Anwedungsgebiete ist der Aufschluss von Kakao und Milcheiweiß. Natriumcarbonate finden wie bereits erwähnt als Rieselhilfen, Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe verwendung. Sie gelten als unbedenklich und haben keinen ADI-Wert (täglich konsumierbate Höchstmenge). Direkter Kontakt kann zu Irritationen mit Augen und Haut führen.

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Echtes Karmin – E120

Bei Echtem Karmin handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten natürlichen Lebensmittelfarbstoff. Karmin, Karminrot, Cochenille oder Scharlachrot sind alles gültige Bezeichnungen für den in Wasser fast unlöslichen roten geruchslosen Farbstoff. In der Lebensmitteltechnik trägt er die E-Nummer E 120 und ist der einzige tierische Farbstoff, der in der Europäischen Union zugelassen ist. Für die Farbstoffgewinnung können allerdings nur die trächtigen Weibchen genutzt werden. Zur Herstellung werden die Schildläuse getrocknet, zermahlen und mit Wasser unter Zusatz von Schwefelsäure in Lösung gebracht. Mittels Alaun und Kalk kann der Farbstoff ausgefällt werden. Für ein Kilogramm Farbstoff benötigt man über 100.000 Schildläuse. Bestimmte Menschen sollten beim Verzehr von Lebensmitteln die diesen Farbstoff enthalten Vorsicht walten lassen. Es konnten pseudoallergische Reaktionen beobachtet werden. Zu dieser Risikogruppe zählen Menschen mit einer Allergie gegen Salicylsäure, deren Derivate oder Benzoesäure.

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Cellulosen – E 460 bis E 469

Bei Cellulosen handelt es sich um in der Lebensmitteltechnik eingesetzte natürliche Verdickungsmittel, Trägerstoffe, Füllstoffe, Trennmittel und Überzugsmittel. Cellulosen sind ein zellulärer Grundbaustein von Pflanzen beziehungsweise pflanzlichen Zellwänden. Auf stofflicher Ebene handelt es sich um organische Verbindungen, die sogenannten Polysaccharide (Vielfachzucker). Cellulosen bestehen aus Hunderten oder gar Tausenden unverzweigten β-D-Glucose-Molekülen, die durch eine glycosidische Bindung miteinander verknüpft sind. In der Lebensmitteltechnik werden verschiedene Cellulosen (E 460 bis E 469) als natürlicher Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt. Neben der reinen Cellulose (E 460) gibt es eine ganze Gruppe von Cellulosederivaten. Unser Körper nicht in der Lage Cellulose energetisch zu verwerten. Es wird in der Regel unverdaut wieder ausgeschieden. Der Zusatzstoff gilt als unbedenklich, kann aber aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden.

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Azorubin – E122

Bei Azorubin handelt es sich um einen in der Lebensmitteltechnik eingesetzten synthetischen Lebensmittelfarbstoff. Der häufig auch als Karmesin bezeichnete Lebensmittelzusatzstoff E 122 ist ein roter bis kastanienbrauner, wasserlöslicher Farbstoff aus der Gruppe der Azofarbstoffe. Der Stoff wird synthetisch hergestellt und steht im Verdacht bei Kindern die Aufmerksamkeit einzuschränken. Auch können empfindliche Personen Pseudoallergien ausbilden, wie Hautausschläge oder Asthma. Der ADI-Wert ist trotz neuer Risikobewertung auf 4,0 mg pro Tag und Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Die EFSA konnte keinen Kausalzusammenhang zwischen Allergien und dem Farbstoff ausmachen. Dennoch sollte, gerade bei Risikogruppen, dieser Farbstoff mit Vorsicht zu sich genommen werden.

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Saccharoseacetatisobutyrat – E444

Bei Saccharoseacetatisobutyrat handelt es sich um ein in der Lebensmitteltechnik eingesetzter Stabilisator. SAIB ist eine viskose, farblose bis leicht gelbliche Flüssigkeit. Es handelt es sich um eine stark verzweigte Struktur aus Esterverbindungen des Haushaltszuckers (Saccharose). Die Herstellung erfolgt ausschließlich synthetisch. Aromen, Farbstoffe oder ölige Substanzen werden "beschwert", auseinandergezogen und so bei richtiger Dosierung gleichmäßig verteilt. Kritisch ist dieser Zusatzstoff gerade im Bezug auf die Gesundheit für Leber und Galle. Tierversuche haben starke Schädigungen gezeigt, die allerdings in der Form nicht auf den Menschen übertragbar sein sollen. Kinder und Jugendliche sollten vom Verzehr eher absehen.

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